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Interview mit Feim Dragusha

Im Zuge eines Seminars der Universität St. Gallen zum Thema „Gender und Diversity im öffentlichen Raum“ habe ich 13. November 2018 die Paradies Moschee in St. Gallen besucht, um ein Gespräch mit dem dortigen Imam Mag. Feim Dragusha zu führen. Angefangen von der räumlichen Gestaltung des Gotteshauses bis hin zu Herausforderungen sind die wichtigsten Bereiche angesprochen worden. Im Folgenden soll ein kurzer Eindruck gewonnen werden, wie die Paradies Moschee das Leben der Muslime in St. Gallen beeinflusst und welche Herausforderungen die Community zu bewältigen hat.
Die räumlichen Gegebenheiten der Moschee sind höchst ungewöhnlich für eine weltweit so präsente Religion. Beherbergt in dem Gebäude einer ehemaligen Kegelbahn hat es einige Umbauarbeiten gebraucht, bis der heute prachtvolle Gebetsraum im Untergeschoss die jetzige Form angenommen hat. Handgemalte Wand- und Deckenmalerei verdeutlichen die tiefe Verbindung mit dem heiligen Buch der Muslime, dem Koran. Der mit einem weichen Teppich ausgelegte Boden weist mit Linien auf die Richtung der heiligen Stadt Mekka hin und regelt den Raum strukturell. Die Moschee bietet Platz für rund 400-500 Gläubige und fungiert als Ort der Inklusion. Bewusst ist keine Nationalität an den Namen angehängt worden wie sonst oft üblich, denn gerade das Miteinander wird hier betont. Die Paradiesmoschee soll in einem Land, in dem der Islam nicht anerkannt ist, ein Instrument der Integration sein und Menschen im Frieden verbinden. Mit derzeit circa 200 Mitgliedern aus 13 Nationalitäten aller Alters- und Einkommensklassen zeigt sich eine Diversität, die ein breites Spektrum abbildet, verbunden durch den gemeinsamen Glauben.
Doch leider behindern viele Herausforderungen die Weiterentwicklung dieser Community, da besonders finanzielle Hürden kaum überwunden werden können. Aufgrund der Tatsache, dass der Islam in der Schweiz nicht anerkannt wird, stellt der Bund keine Subventionen für Glaubenshäuser wie dieses bereit, wodurch die Finanzierung alleine durch die Mitglieder kommen muss. Obwohl einige grosszügige Gläubige die Paradies Moschee unterstützen, bedarf es dennoch weiterer Investitionen, um die geplanten Projekte umsetzen zu können. Geldmangel verbietet es, die Moschee barrierefrei zu machen, damit auch Personen mit eingeschränkten körperlichen Fähigkeiten Zugang zum Gebetsraum haben. Des Weiteren plagen Missverständnisse des Glaubens durch andere die Gemeinschaft, vor allem Fehlinterpretionen durch terroristische Vereine werfen ein schlechtes Licht auf den Islam. Der Bevölkerung der Schweiz soll allerdings durch einen interreligiösen Dialog mit anderen Glaubensgemeinschaften wie der Kirche St. Othmar und Besuche von Schulkindern aus der Umgebung gezeigt werden, wofür der Islam eigentlich steht.
Besonders überrascht durch die offene Freundlichkeit der Mitglieder und des Imams Feim Dragusha, kann ich jeder Person nur wärmstens empfehlen die Paradies Moschee in St. Gallen zu besuchen. Ganz versteckt unter einem auffälligen Gebäude versteckt sich im Untergeschoss ein wunderschöner Gebetsraum. Für einen Besuch ist die Mitgliedschaft im Verein keinesfalls notwendig und Fotos der Räume sind ebenfalls willkommen.
In diesem Sinne bedanke ich mich sehr herzlich für die tollen Einblicke in die Welt des Islams, die mir Herr Dragusha gewährt hat.

Von Maximilian Haag
Student an der Universität St. Gallen

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NJË URIM PËR FESTËN E KURBAN BAJRAMIT NGA PRIFTI GJERMAN HARTMUT DREIER

Ein Glückwunsch zum Fest Kurban Bayram vom deutschen Priester Hartmut Dreier

Almuth und Hartmut Dreier, Schumannstr. 6, 45772 Marl Marl 27.Mai 2026

Opferfest/Id-ul-Adha/kurban Bayrami

Lieber Feim DRAGUSHA,

Wir die Familie Dreier gratulieren zum Opferfest am 27. – 30.Mai 2026 sehr herzlich und wünschen eine gesegnete Zeit.

Das Opferfest erinnert an Abraham, seine Hingabe an Gott und die Frage, was aus seinem Sohn wird. Die Themen vom Opferfest rühren auch uns als Christen an: Abraham, Hagar und Sarah – Ismail und Isaak die beiden Söhne Abrahams und ihre Mütter Hagar und Sarah – Abrahams Hingabe und die Zukunft des Sohnes – Kein Mensch soll geopfert werden – Feiern und Solidarität: Dreiteilung von Fleisch mit Wertschätzung: Familie, Gäste und Bedürftige – Pilgern.

Diese Geschichte von der Opferung des Sohnes (Ismail im Islam bzw Isaak im Judentum und Christentum) gipfelt übereinstimmend darin: der Sohn soll/darf nicht “geopfert” werden sondern soll leben! Die Zeit der Menschenopfer ist vorbei! Mit unsern Worten von heute: niemand soll mehr geopfert werden; es darf “eigentlich” auch keine Verkehrsopfer, keine Kriegsopfer u.a. mehr geben. Denn jedes Leben ist heilig.

Als Christen feierten wir soeben (am 24. und 25. Mai 2026) Pfingsten, dieses Fest erinnert an den Ursprung der Christentums im damaligen Jerusalem. Und im Judentum wurde in diesem Jahr das große Fest „Schawout“/“Wochenfest“ gefeiert: zwei Tage vor Pfingsten, fünf Tage vor dem Opferfest. Diese drei, in ihren Religionen sehr wichtige Feste, die in diesem Jahr 2026 zeitlich nah bei einander gefeiert werden, erinnern uns, wie stark wir – Menschen im Judentum, Christentum und Islam – verbunden sind. Solches Wissen verpflichtet uns, die gute achbarschaft zu pflegen, für Gerechtigkeit und Frieden.

Daher sind wir sehr dankbar für diese Gleichzeitigkeit wichtiger Feste in diesem Jahr 2026! Das Gemeinsame betonen, ist wichtig in dieser Zeit. Das ist eigentlich auch keine neue Erkenntnis! Daher erinnern wir in diesem Glückwunsch gerne und erneut daran:

Hier in unserer Stadt und in dieser Region am Nordrand des Ruhrgebiets sind wir schon lange Zeit gemeinsam interreligiös unterwegs. Seit 1988, also seit bald 40 Jahren, haben wir uns immer wieder angestrengt und bemüht: Damals bei “Musik der Juden, Christen und Muslime – auf der Suche nach gemeinsamen Wurzeln” (von Mai 1988 bis Oktober 1995, u.a. mit Sir Yehudi Menuhin als Schirmherrn beim Abschluss Oktober 1995).

Bundespräsident Johannes Rau besuchte Marl am 17.12.2001 auf Einladung der damaligen CIAG – Christlich-Islamische Arbeitsgemeinschaft Marl).

Die Abrahamsfeste 2001 – 2023 dieser CIAG bzw der späteren CIJAG

Christlich-Islamisch-Jüdische Arbeitsgemeinschaft) waren großartig. Und wir erinnern uns in großer Dankbarkeit auch an unvergessene Persönlichkeiten aus den drei Abrahamischen Religionen, die in Treue zur ihrer eigenen Religion zugleich die Bereitschaft gelebt haben, die jeweils anderen Menschen in ihrer je eigenen Religion, Kultur und Ausprägung zu verstehen und freundschaftlich aufzunehmen; wir nennen aus unserer Zeit als Beispiele und Vorbilder besonders: Salim Muhammad Abdullah, Ruth Eichmann („Schwester Johanna“ Eichmann) und aus dem vorigen Jahrhundert: Dietrich Bonhoeffer.

Und wir freuen uns auf das Chortreffen mit 6 Chören am Sonntag, 21. Juni 2026 um 16 Uhr in der Pauluskirche, Römerstr. 59, 45772 Marl-Hüls, wo christliche Chöre, das islamische “Mosaik Mutriban Ensemble” Ruhr und das Vokalensemble der Jüdischen Kultusgemeinde Kreis Recklinghausen mitwirken werden. Schön wenn wir uns am 21.Juni 2026 sehen werden; dazu herzliche Einladung.

(Dieses Chortreffen wird mit veranstaltet vom Abrahamischen Forum in Deutschland, Darmstadt sowie vom Dialog Forum Marl – der neuen Initiative nach dem Ende der o.g. CIAG/CIJAG)

Salam – Schalom – Frieden,

Almuth und Hartmut Dreier (Familie Dreier), Schumannstr. 6, 45772 Marl

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STATT GEKEGELT WIRD GEBETET ST.GALLEN 26.11.2013

Die Kegelbahn im Restaurant Burghof wird seit kurzem als Moschee genutzt. Der Imam trifft sich dort mit Gläubigen fünfmal täglich zum Gebet. Nun lädt er zum Tag der Offenen Moschee. Christina Weder 26.11.2013, 06.51 Uhr Früher befand sich hier eine Tür zur Kegelbahn, heute ist es die Gebetsnische von Imam Fehim Dragusha. (Bilder: Urs Bucher) In Plastikkörben häufen sich Zuckerbeutel, der Fernseher flimmert, die grossmaschigen Vorhänge sind gezogen. Abgesehen von den Teeschachteln mit arabischen Schriftzeichen erinnert in der ehemaligen Quartierbeiz Burghof vieles noch an alte Zeiten – wenigstens im Erdgeschoss. Allerdings wird kein Feierabendbier mehr ausgeschenkt, die Beiz wurde im vergangenen Januar geschlossen. Seither treffen sich hier die Mitglieder des Vereins Paradies-Moschee. In der Moschee wird fünfmal täglich gebetet. (Bild: Urs Bucher) Sie haben in den vergangenen Monaten kräftig angepackt und die ehemalige Kegelbahn im Untergeschoss zur Moschee umgebaut. Imam Fehim Dragusha steigt die unscheinbare Treppe hinunter und zieht die Schuhe aus, bevor er den Gebetsteppich in der ehemaligen Kegelbahn betritt. Nicht nur die Paradiesstrasse habe der Moschee den Namen gegeben: «Wer betet, will auch ins Paradies kommen», sagt Dragusha. Ungefähr Richtung Mekka Fünfmal täglich zieht er sich zum Gebet zurück. Sein Platz befindet sich in der Gebetsnische, die in Richtung Mekka weist – wohl nicht haargenau, wie er sagt: «Aber noch im Toleranzbereich.» Hinter ihm knien je nach Uhrzeit 5 bis 15 Gläubige zum Gebet nieder. Die Gebetszeiten sind klar vorgegeben. Im Sommer beginnt das erste Gebet um 4 Uhr in der Früh, im Winter um 7 Uhr. Dragusha setzt die traditionelle Kopfbedeckung des Imams auf und demonstriert, wie die Nische die Akustik verstärkt, wenn er vorbetet. Auf den Tischen stehen neben den Schriften mehrere Parfumfläschchen bereit. Er öffnet eines, aus dem ein intensiver Rosenduft strömt. Wie für ein besonderes «Rendez-vous» mache er sich damit fürs Gebet bereit. Frauen und Männer getrennt In der hinteren Ecke des Raumes steht eine kleine Holztreppe, auf welcher der Imam beim wöchentlichen Freitagsgebet den Ruf des Muezzins abwartet und dann seine Predigt hält. Ein langer goldener Vorhang teilt den Saal in zwei Hälften und trennt die Männer von den Frauen. In diesem hinteren Bereich, der für die Frauen reserviert ist, findet auch die Sonntagsschule für Kinder und Jugendliche statt. Und nach dem Beten treffen sich die Vereinsmitglieder hier zum Spielen. Einmal im Monat könne der Gebetsteppich weggerollt werden, um die beiden darunterliegenden Kegelbahnen freizugeben. «Töggelikasten und Billardtisch sind bei uns aber beliebter», sagt Dragusha. Der im Jahr 2012 gegründete Verein zählt unterdessen 124 Mitglieder, fünf davon sind Frauen. 80 Prozent der Mitglieder stammen aus dem Balkan. Die meisten sind Albaner aus Mazedonien, dem Kosovo und Presheva. Dragusha, der drei Jahre lang für die albanisch-islamische Gemeinschaft El-Hadje in Winkeln tätig war, betont aber, dass der Verein allen offen stehe: «Es ist wichtig, dass es in St. Gallen eine internationale Moschee gibt.» «Moderater Moslem» Der 30-Jährige, der mit seiner Frau und seinen drei Kindern im Obergeschoss des «Burghofs» wohnt, bezeichnet sich als moderaten Moslem. Er sei auf keinen Fall fundamentalistisch, aber auch nicht allzu modern. Regeln sind ihm wichtig. Und die gibt er gerne selber vor. Kommen Mitglieder etwa auf die Krisengebiete im Nahen Osten zu sprechen, blockt er lieber ab. «Das interessiert mich hier nicht», sagt er. Es stifte bloss Unruhe. Gerne beantworte er aber Fragen zum Islam allgemein. Den Tag der offenen Tür will Dragusha in Zukunft drei- bis viermal jährlich anbieten, um transparent zu machen, was sich in der ehemaligen Kegelbahn tut. Das macht er lieber im Alleingang, als sich dem Dachverband islamischer Gemeinschaften der Ostschweiz (Digo) anzuschliessen, der im Herbst ebenfalls einen Tag der Offenen Moschee durchgeführt hat. Der Verein Paradies-Moschee sei eben wie seine Familie. Da lasse er sich nicht gerne dreinreden. Ein Projekt des Vereins hat bis jetzt noch nicht geklappt: Die Wiedereröffnung des Restaurants Burghof als Pizzeria. Tag der Offenen Moschee, Samstag, 30. November, 10 bis 17 Uhr an der Paradiesstrasse 2.

Source: https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/stadtstgallen/tb-st/Statt-gekegelt-wird-gebetet;art186,3617525

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PRÄSENTATION ÜBER DIE MOSCHEE UND DEN ISLAM FÜR DIE STUDIERENDEN DER PÄDAGOGISCHEN HOCHSCHULE ST.GALLEN- 25.11.2016

BEGRÜSSUNG DER STUDENTEN

• Guten Morgen, geschätzte Gäste

• Ich freue mich sie hier heute im Namen der Paradies Moschee willkommen heissen zu dürfen.

• Ich heisse Feim Dragusha und bin der Imam des Vereins Paradies Moschee und habe diese Moschee am 1 Juli 2012, unter anderem mit der Intention eine internationale Moschee zu gründen etabliert.

ZIEL DER GRÜNDUNG DES VEREINS PARADIES MOSCHEE

• Mein Gedanke dazu, eine internationale Moschee zu gründen liegt in der Wichtigkeit Menschen unabhängig ihrer Herkunft einen Ort zu ermöglichen, an dem gemeinsam gebetet werden kann.

• Im Kanton St. Gallen leben mehr als 121 unterschiedliche Nationalitäten darunter befinden sich ca. 30 bis 40, die mehrheitlich dem muslimischen Glauben angehören.

• Es wäre unmöglich dass, ein jede dieser Nationalitäten ihre eigene Moschee führt.

• Um eine internationale Moschee etablieren zu können bedarf es an diversen Sprachkenntnissen, wie arabisch, englisch und albanisch, denn die meisten Muslime hier in der Schweiz kommen aus dem Kosova, Mazedonien, Süd Serbien die alle albanisch verstehen.

• Jedoch ist die wichtigste Sprache hier für uns deutsch.

• Es war und ist für mich nicht einfach meine Vorträge gleichzeitig auf drei Sprachen (albanisch 20 min, arabisch und deutsch 15 min) zu halten.

• Das ist für mich eine stetige Herausforderung.

DIE RELEVANZ (WICHTIGKEIT) EINER MOSCHEE

• Wir leben im Zeitalter der Globalisation, in dem es jedem Menschen freisteht das zu tun oder zu sagen, was er möchte.

• Wir leben in einer Zeit, in der es Menschen schwerfällt entscheiden zu können, wem sie vertrauen können und wem nicht, somit ist es unbedingt notwendig einen Ort zu gewähren und zu präsentieren an dem das wahre Bild vom Islam ausgelebt wird.

• Aus diesem Grund habe ich in den vergangenen 4 Jahren viele Herausforderungen bewältigt, zum Beispiel mit der Konfrontation mit Journalisten, deren Bild des wahren und friedlichen Islams durch schlechte Ereignisse wie Terroranschläge, ISIS, Flugzeugabstürze, Charlie Hebdo, etc. in ein falsches Licht gerückt werden, da diese Untaten von Menschen im Namen des Islams begangen wurden, jedoch nicht mit dem wahren und friedlichen reinen Islam vereinbar sind.

WAS MACHEN MUSLIME EIGENTLICH IN DER MOSCHEE?

• Viele Menschen, die hier leben haben leider Vorurteile gegenüber dem Islam und den Muslimen.

• Die Menschen, die hier in unsere Moschee zum Beten kommen sind genau dieselben Leute, die sie im Coop, Migros, Jumbo antreffen, dieselben, die hier arbeiten zum Beispiel für die Erbauung des Rosenberg Tunnels und viele Gebäude oder im Kantonsspital tätig, ja die meisten von ihnen sind sogar längst eingebürgerte Schweizer.

• Die Menschen treffen sich hier nicht nur zum Beten, sondern kommen hierher, um verschiedene Veranstaltungen und Aktivitäten wahrzunehmen.

• Die Paradies Moschee öffnet seine Türen für alle Menschen jeglicher Nationalität.

• Seit der Gründung der Moschee bis heute haben wir zum Beispiel viele wichtige Persönlichkeiten dazu eingeladen, bei uns Reden zu halten wie zum Beispiel Botschafter, Gelehrte, Imame, Pfarrerinnen und Pfarrer. Wir haben viele Seminare gehalten, Veranstaltungen für Frauen und Jugendliche, unter anderem kostenfreie Deutschkurse oder Kinderbetreuung angeboten.

WAS MACHT DER IMAM IN DER MOSCHEE?

• Grundlegende Aufgabe des Imams ist das Vorbeten der 5 täglichen Gebete, aber nicht nur das, es gehört auch zu meinen Aufgaben, Menschen zu beraten, ihnen mit Ratschlägen zu helfen.

• Vorträge zu halten, Eheschliessungen zu vollbringen, aufzuklären, zu integrieren, Veranstaltungen zu unternehmen und in der Gemeinschaft des Vereins Paradies Moschee den wahren Islam auszuleben und zu präsentieren im Schweizerischen Kontext.

• Es ist eine sehr vielfältige und verantwortungsvolle Aufgabe des Imams.

DIE AUFGABE DES IMAMS AUSSERHALB DER MOSCHEE

• Aufgabe des Imams ist es auch Seelsorge zu leisten.

• In meiner Tätigkeit wirke ich als Brückenglied zwischen der Moschee, den Muslimen und Kirchen, Synagogen, Schulen und Behörden.

• Ich nehme auch an internationalen Konferenzen und Interreligiösen Dialogen teil. (Kosovo 2013 und 2014 und Belfast 2014 und Düsseldorf- Deutschland).

• Ich gebe viele Interviews, arbeite mit Schulen zusammen und mache Öffentlichkeitsarbeit.

• Ich predige hier bewusst nicht nur auf Albanisch und arabisch sondern auch auf Englisch und vor allem bevorzugt auf Deutsch, auch werden regelmässig Berichte über die Moschee veröffentlicht, da mir die Transparenz sehr wichtig ist.

Zusammenfassend kann ich bezeugen, dass die Mehrheit der Muslime ihr bestes dazu beigetragen hat, ihre Familien zu unterrichten, ihre Kinder arbeiten hier, sie sind bestens integriert und besitzen die erforderlichen Sprachkenntnisse, ja sogar einige unternehmen universitäre Abschlüsse, die Anzahl Studierender albanischer Herkunft beträgt mehr als 500 an 3 verschiedenen Hochschulen/Universitäteten, so dies sollte ein beachtlich positives Beispiel für die Menschen in der Schweiz über Muslime darstellen.

In der Angelegenheit islamischer Institutionen hat die schweizerische Regierung im Vergleich zu Nachbarländern recht spät zu initiieren wie islamische Hochschulen (Madrasah), islamische Fakultäten zu etablieren. Es sollten nicht einfach generell alle Muslime und Imame kritisiert werden, sondern es sollte auch beachtet werden, wie viel die Schweizer selbst daran bemüht waren islamische Institutionen zu unterstützen.

Wenn jemand mich fragen würde, was eigentlich die Muslime in den vergangenen Jahren seit 1990 bis heute dazu beigetragen haben, kann ich sagen, dass sie Moscheen gegründet haben, und selbst Finanzierungen unternommen haben, um die Moscheen und Imame zu bezahlen. Es sollte dazu auch seitens der schweizerischen Gesellschaft ein Dank an jene ausgesprochen werden, die sich positiv und mit bestem Beispiel dazu beteiligt haben den Islam zu etablieren und damit einen positiven Beitrag für die Gesellschaft beigetragen haben.

Stellen sie sich vor, was mit diesen Muslimen ohne die wertvolle Vermittlung der islamischen Werte durch die Hilfe der Imame geschehen wäre?

Ich bin mir sehr sicher, dass mehrheitlich alle Moscheen in der Schweiz die Intention haben, sich in die schweizerische Gesellschaft zu integrieren und mit den Behörden und den Regierungen transparent kooperieren möchten, nicht wie in den vergangenen 20 Jahren, als deren Stimme noch weniger Gehör gefunden hat, oder auch noch weniger aktuell im Fokus der Gesellschaft stand. Von diesen Moscheen, gibt es viele Mitglieder, die der Gesellschaft beispielsweise als Lehrer, Doktoren, Krankenschwestern, Polizisten, Anwälte usw. dienen.

Ich hoffe, dass sie alle (studierende der Pädagogischen Hochschule St. Gallen), die sich hier nun in der Moschee sitzend befinden alle die positive Botschaft nach aussen übermitteln können, dass Muslime Menschen sind, wie sie selbst auch und dass von den wahren Muslimen keinerlei Gefahr ausgeht.

Ich freue mich darauf, dass wir als Muslime und Nichtmuslime zusammen arbeiten werden um gemeinsam eine Brücke zu bauen und nicht Mauern zwischen uns entstehen lassen.

VERABSCHIEDUNG UND DANK

Ich möchte ihnen allen für ihren Besuch und ihre Interesse danken. Es wäre mir eine Freude, einmal einen Vortrag in ihrer Hochschule halten zu dürfen. Auch möchte sie auf unseren baldigen Tag der offenen Tür am 10. Dezember von 9 Uhr bis 17 Uhr aufmerksam machen, zu dem sie alle herzlich eingeladen sind.

Imam und Religionslehrer: Feim DRAGUSHA

Bachelor: Islamwissenschaft (Islamic Studies)

Magister in Vergleichenden Religionswissenschaften (Comparative Religions)

Datum: 25 November 2016

Ort: Verein Paradies Moschee – St. Gallen

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